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10 Koanalgetika und Adjuvanzien |
![]() 10 Koanalgetika und Adjuvanzien
10.1 Antidepressiva Schmerztherapeutisch besitzen trizyklische Antidepressiva neben der antidepressiven Wirkung bedeutsame analgetische eigenschaften, die insbesondere bei neuropathischen Schmerzmustern genutzt werden. Die analgetische Wirkkomponente ist den Opioiden jedoch weit unterlegen. Es handelt sich bei den trizyklischen Antidepressiva um eine Substanzgruppe, die als Re- Uptake-Inhibitoren (Wiederaufnahmehemmer) die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Noradrenalin und Serotonin (5-HT p 5-Hydroxytryptan) in die Neurone hemmen und damit einen synergistisch antinozizeptiven Effekt bewirken (Tab. 1). Dadurch erhöhen sie einerseits die Konzentration dieser Transmitter im ZNS und andererseits verstärken sie die körpereigene Schmerzhemmung über die deszendierenden Hemmbahnen. Unabhängig von dem später einsetzenden antidepressiven Effekt, der zudem höhere Dosierungen der Substanzen erfordert, stellt sich die analgetische Wirkung bereits nach sieben Tagen ein. Gleichzeitig führen sie in niedriger Dosierung zu einer affektiven Schmerzdistanzierung. Zusätzlich üben sie einen lokalanästhetischen Effekt aus und wirken je nach Rezeptorspezifität an weiteren Rezeptoren wie z.B. den cholinergen Rezeptoren. Mögliche... |