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22 Schmerz als psychosomatisches Geschehen |
![]() 22 Schmerz als psychosomatisches
Geschehen
22.1 Schmerz als psychosomatisches Phänomen Schmerz ist immer ein subjektives psychosomatisches Phänomen, das sich nicht ausschließlich naturwissenschaftlich erklären lässt. Psychosomatik ist als ein synergistischer leiblich-seelischer Prozess zu verstehen (Uexküll u. Wesiak, 1990). Dass der Schmerz neben den organisch-geweblichen Komponenten auch psychische und soziale Phänomene in sich birgt, zeigt sich schon in der Redewendung, dass man etwas zu „verschmerzen“ habe. Psychische Prozesse können nicht völlig losgelöst von biologischkörperlichen Vorgängen gesehen werden, und umgekehrt sind auch biologisch-körperliche Vorgänge nicht von unserer Psyche loszulösen. Innere Bilder, also Einbildungen, haben eine immense Wirkung und können physiologische Prozesse in Gang setzen... |