Mit einem Klick auf diesen Button gelangen Sie zur übergeordneten Seite.

8 Opioide

DGS Aktuell


8 Opioide
Uwe Junker, Ilka Kniesel

  • 8.1 Opioidanalgetika
  • 8.2 Nebenwirkungen der Opioidanalgetika
  • 8.3 Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) und ihre Regularien
Leseprobe:

8.1.1 Einleitung

Opioide sind die potentesten Analgetika. Sie stammen alle von der Kernsubstanz Morphin ab, dem früheren Morphium. Morphin ist der wichtigste Bestandteil des aus 20 Alkaloiden bestehenden Opiums, das aus dem getrockneten Milchsaft unreifer Schlafmohnkapseln produziert wird. Schlafmohn, ursprünglich nur in Kleinasien verbreitet, wird mittlerweile auf der ganzen
Welt legal oder illegal angebaut. Opium ist seit 6000 Jahren als Abhängigkeit verursachendes Rauschmittel bekannt, wird aber ebenso lange bei Durchfall, Schlaflosigkeit und zur Bekämpfung unterschiedlichster Schmerzen eingesetzt. So nutzten die Sumerer bereits 4000 v.Chr. Opium zur Linderung von Schwermut, Angst und Gereiztheit. Auch der römische Kaiser Mark Aurel griff gern auf die Substanz zurück, um seiner Depressionen Herr zu werden. Der englische Arzt Sydenham konstatierte im Jahre 1680, dass kein Heilmittel so universal wirksam sei wie das Opium. 1806 gelang es dem Apotheker Sertürner aus Einbeck, Morphin aus Opium zu isolieren, das er nach Morpheus benannte, dem Sohn des griechischen Schlafgottes Hypnos. Morphin wurde als Analgetikum sowohl im amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865), als auch im preußisch- französischen Krieg (1870-–1871) systematisch eingesetzt...

Zum Bestellformular...