Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie
e.V. Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes Deutsche
Interdisziplinäre Vereinbarung für Schmerztherapie e. V. |
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| 22. Juli 1996 |
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An den 1. Vorsitzenden der Kassenärztliche
Bundesvereinbarung Herrn Dr. med. W. Schorre Herbert-Lewin-Str.
3
50931 KÖLN |
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| Auswirkungen der EBM - Teil-Budgetierungen für die
Schmerztherapie |
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| Sehr geehrter Herr Kollege Schorre! |
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| Die beschlossenen Teilbudgetierungen gefährden die
Existenz der ambulanten Schmerztherapie in algesiologisch ausgerichteten Praxen
und damit den Sicherstellungs- und Versorgungsauftrag, der auch für
chronisch Schmerzkranke gilt. Das Teilbudget "Gesprächsleistungen" trifft
solche Praxen besonders, weil diese Leistungen mehr als die Hälfte der
Tätigkeit ausmachen. |
| Da wegen des hohen persönlichen Aufwandes die
Patientenzahl in Schmerzpraxen klein sein muß, aber bei praktisch jedem
Patienten Gesprächsleistungen nötig sind, würde es das "Aus"
für solche Praxen bedeuten, wenn hier die Teilbudgets angewandt
würden. Unter solche Bedingungen wäre es nicht mehr möglich,
chronisch Schmerzkranke angemessen zu versorgen. |
| Wir regen an, für Praxen von Kolleginnen und Kollegen,
die von ihrer KV zur Teilnahme an "Vereinbarung über die ambulante
Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten" ermächtigt sind, das
Teilbudget "Gesprächsleistungen" nicht anzuwenden, um deren Fortbestand zu
sichern. Wir können uns nicht vorstellen, daß KBV und Kassen den
Untergang solcher Praxen und das Risiko der Förderung der Chronifizierung
von Schmerzen in Kauf zu nehmen bereit sind, |
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| Mit freundlichen kollegialen Grüßen |
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Dr. T. Flöter,
Präsident des SCHMERZtherapeutischen Kolloquiums e. V., Roßmarkt
23, 60311 Frankfurt |
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Prof. Dr. M.
Zimmermann, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des
Schmerzes e. V., Im Neuenheimer Feld 326, 69120 Heidelberg |
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Prof. Dr. D. Soyka,
Präsident der Deutschen interdisziplinären Gesellschaftigung für
Schmerztherapie e. V., Universität Kiel, Niemannsweg 147, 24105
Kiel |
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Nachrichtlich: Spitzenverbände der
Krankenkassen Bundesministerium für Gesundheit |
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