|
|
Pressemitteilungen 1998 |
| Den Teufelskreis der Schmerzen durchbrechen Neue Strategien gegen Rückenschmerzen | |
| Zwei Schwerpunktthemen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Göppinger Schmerztage: Krebsschmerz und Palliativmedizin sowie das Volksleiden Rückenschmerz. Renommierte Experten aus dem In- und Ausland präsentieren bei dieser Tagung, an der rund 200 Ärzte teilnehmen, den jeweils aktuellen Stand von Diagnostik und Therapie. Tagungsleiter ist der Präsident des Schmerztherapeutische Kolloquiums e.V. Deutschland der Göppinger Schmerzspezialist Dr. med. Gerhard Müller-Schwefe. | |
| zum Text |
| Information: "Impfstoff gegen Vorurteile" | |
| Wenn Patienten gut informiert sind und sich der Arzt immer wieder Zeit für persönliche, Gespräche nimmt, gibt es wenig Probleme bei der Schmerztherapie und bei der Anwendung stark wirksamer Schmerzmittel. | |
| zum Text |
| Ein starkes Duo gegen Schmerz: Information und Gespräche | |
| Broschüren, die Patienten über die Möglichkeiten einer Schmerztherapie informieren, können Fehlinformationen und Vorurteile gegenüber der Behandlung reduzieren und deren Akzeptanz steigern. Gespräche über die Schmerzen der Patienten verbessern zwar auch die Akzeptanz einer Schmerztherapie, wirken aber eher Über die "emotionale Schiene" und beeinflussen damit auch Depressivität und Schmerzbelastung. | |
| zum Text |
| Aktionsprogramm gegen den Schmerz | |
| Um die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen zu verbessern, startet das Schmerztherapeutische Kolloquium ein Aktionsprogramm. Das Ziel: Eine bessere Information von Ärzten und Patienten über die Möglichkeiten einer modernen Schmerztherapie. Ebenso appellieren die Schmerzexperten an die demnächst neue Bundesregierung, die gesetzliche Diskriminierung von Schmerzpatienten endlich zu beenden und die Verordnung von starken Schmerzmitteln weiter zu erleichtern. | |
| zum Text |
| Fortschritt für die Versorgung chronisch Schmerzkranker in Hessen | |
| Eine Schmerztherapie-Gesellschaftbarung zwischen der Kassenärztlichen Gesellschaftigung und den Primärkassen in Hessen verbessert nach Einschätzung des SCHMERZtherapeutischen Kolloquiums, e.V. in Frankfurt die Versorgung chronisch kranker Schmerzpatienten in Hessen. | |
| zum Text |
| Expertenwissen aus erster Hand: Grundlagenbuch der Schmerztherapie erschienen | |
| Schmerztherapeutisches Basiswissen vermittelt das Buch "Grundlagen der Schmerztherapie", herausgegeben vom Schmerztherapeutischen Kolloquium. | |
| zum Text |
| Deutscher Schmerzpreis 1998 an Heinz-Dieter Basler | |
| Am 7. März wird der Arzt und Psychologe, Prof. Dr. phil. Dr. med. habil. HeinzDieter Basler, Leiter des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Marburg, mit dem Deutschen Schmerzpreis 1998 ausgezeichnet. Dieser mit DM 10.000,- dotierte Deutsche Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie wird jährlich vom Schmerztherapeutischen Kolloquium und der Deutschen Schmerzliga im Rahmen des Deutschen Schmerztages in Frankfurt verliehen. Gestiftet wird der Preis in diesem Jahr von der Gödecke AG in Freiburg. | |
| zum Text |
| Akupunktur in der Schmerztherapie oft wirksam | |
| Die Akupunktur, von der westlichen Medizin lange Zeit als unwissenschaftliche und fragwürdige Therapiemethode angesehen, hat in den letzten Jahren unter Patienten und Ärzten immer mehr Anhänger gefunden. Vor allem in der Schmerztherapie wird das fernöstliche Verfahren inzwischen in vielen Ländern erfolgreich eingesetzt. | |
| zum Text |
| Patienten mit chronischen Schmerzen brauchen Spezialisten | |
| Einig waren sich die Experten einer internationalen Konsensuskonferenz auf dem Deutschen Schmerztag, daß viele Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen von speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten behandelt werden müssen. In den meisten Ländern gibt es auch spezielle Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die von den jeweiligen Fachgesellschaften anerkannt werden. Allerdings wird diese Ausbildung in weniger als der Hälfte der Länder auch von den staatlichen Behörden anerkannt. | |
| zum Text |
| Eine Lokalanästhesie vor der Operation verhindert Schmerzen nach dem Eingriff | |
| Erhalten Patienten vor einer Operation - zusätzlich zur Narkose - eine örtliche Betäubung im Operationsgebiet (Lokalanästhesie), haben sie nach dem Eingriff seltener Schmerzen und brauchen weniger Schmerzmittel. Darauf wiesen 25 Experten aus 15 Ländern bei einer internationalen Konsensuskonferenz während des Deutschen Schmerztages hin. Ebenso werden Lokalanästhetika zunehmend zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt. | |
| zum Text |
| Chronisch Schmerzkranke müssen von Ärzten und Psychologen gemeinsam behandelt werden | |
| Chronisch Schmerzkranke brauchen eine interdisziplinäre Therapie: Ärzte und Psychologen müssen sie gemeinsam behandeln. "Psychologen", so der Konsens internationaler Experten auf dem Deutschen Schmerztag in Frankfurt, "sollten daher in allen schmerztherapeutischen Einrichtungen verfügbar sein". Allerdings sind Einrichtungen, in denen diese Fachdisziplinen eng zusammenarbeiten, in allen europäischen Ländern eher die Ausnahme als die Regel. Darum appellierten die Experten an Gesundheitspolitiker und Institutionen des Gesundheitswesens, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit diese Lücke zum Nutzen der Patienten in Zukunft geschlossen wird. | |
| zum Text |
| Cannabis in der Schmerztherapie erforschen | |
| Nach der zehnten Änderungsverordnung zum Betäubungsmittelgesetz dürfen Ärzte seit dem 1. Februar erstmals den Cannabis-Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) verschreiben. Das Medikament Dronabinol, das diesen Wirkstoff enthält, wird jedoch nicht in Deutschland hergestellt und muß aus den USA über internationale Apotheken teuer importiert werden. Die medizinische Anwendung der Hanfpflanze selbst bleibt weiterhin verboten - obwohl Experten vermuten, daß ein Extrakt aus der Gesamtpflanze möglicherweise besser verträglich ist und ein breiteres Wirkungsspektrum entfaltet. "Der Einsatz von Cannabinoiden in der Schmerztherapie muß darum weiter erforscht werden", fordern Experten bei einer Diskussion auf dem Deutschen Schmerztag in Frankfurt. | |
| zum Text |
| "Opiophobie" läßt Schmerzpatienten leiden | |
| Eine bei Patienten und Ärzten weit verbreitete Opiophobie, die unbegründete Angst vor starken Schmerzmitteln, ist die Ursache dafür, daß Schmerzkranke nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern unnötig leiden müssen. So lautet die Diagnose internationaler Experten beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt. Bei einer Konsensuskonferenz forderten sie darum, daß alle Patienten mit schwersten Schmerzen, wenn andere Maßnahmen versagen, mit Opioiden behandelt werden sollten. Darüberhinaus mahnen die 25 Spezialisten aus 15 Ländern die Gesetzgeber, die Versorgung schmerzkranker Menschen nicht durch bürokratische Maßnahmen zu behindern. | |
| zum Text |
| Den Weg vom Labor in die Praxis verkürzen | |
| Fast dreißig Jahre liegen zwischen den ersten Erkenntnissen der Grundlagenforscher über die Entstehung chronischer Schmerzen und deren Umsetzung in der ärztlichen Praxis zum Nutzen der Patienten. Zwar lassen sich auch in der Zukunft nicht alle an diesem Transferprozess beteiligten Wege verkürzen, doch eine bessere Kommunikation zwischen Grundlagenforschern und Ärzten dürfte die Anwendung neuer Einsichten beschleunigen. | |
| zum Text |
| Schmerztherapeut gesucht? | |
| Patienten, die einen Schmerzspezialisten in ihrer Region suchen, können bei der Deutschen Schmerzliga die Anschriften von spezialisierten Ärzten oder Psychologen erfragen. | |
| zum Text |
| Kulturelle Faktoren beeinflussen die Schmerztoleranz | |
| Die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen wird von kulturellen Faktoren beeinflußt. Wie gehen Menschen mit Schmerzen um, in deren Kultur keine hochentwickelte Schmerztherapie zur Verfügung steht? Können Ärzte und Patienten in westlichen Industrienationen vielleicht sogar von diesen Kulturen lernen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Festvortrages von Professor Wulf Schiefenhövel vom Max Planck-Institut für Verhaltensphysiologie am Deutschen Schmerztag in Frankfurt. | |
| zum Text |
| Deutsche Schmerzliga: "Gemeinsam sind wir stark" | |
| Mehr als 5000 Patienten finden pro Jahr Rat und Hilfe bei der Deutschen Schmerzliga, einer Selbsthilfeorganisation für chronisch Schmerzkranke. Hinzu kommen 42 regionale Selbsthilfegruppen, die durch ihre Arbeit "vor Ort" bei regelmäßigen Treffen - bei Bedarf unterstützt von Schmerzspezialisten - betroffenen Patienten eine Plattform für den Meinungsaustausch bieten und sie mit Informationen unterstützen. Dr. med. Marianne Koch, Internistin und Fernsehmoderatorin, ist seit einem Jahr Präsidentin der Deutschen Schmerzliga. | |
|
zum Text |
| Die Versorgung chronischer Schmerzpatienten ist immer noch lückenhaft | |
| Um eine flächendeckende Versorgung der etwa 600.000 Patienten mit problematischen Schmerzkrankheiten sicherzustellen, wären nach Berechnungen des Schmerztherapeutischen Kolloquiums 500 bis 600 Schmerzpraxen und ebenso viele spezialisierte Einrichtungen an Krankenhäusern erforderlich. Tatsächlich existieren jedoch nur 165. Der Weg zu einer ausreichenden Versorgung chronisch Schmerzkranker ist also noch weit. Doch im vergangenen Jahr hat es auch Fortschritte gegeben, so die gesundheitspolitische Bilanz des Schmerztherapeutischen Kolloquiums beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt. | |
| zum Text |
| Fortschritte in der Schmerztherapie müssen besser umgesetzt werden | ||||||||||||||||||||||||||||
| "In der Schmerzbehandlung sind zwar noch nicht alle Probleme gelöst. Doch wir haben inzwischen wirkungsvolle und neue Therapiekonzepte zur Verfügung - sie müssen nur endlich angewendet werden." So lauten Botschaft und Appell von Dr. Gerhard Müller-Schwefe, dem Präsidenten des Deutschen Schmerztages, anläßlich der Eröffnung dieser Fachtagung in Frankfurt. | ||||||||||||||||||||||||||||
| zum Text
|
||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
Pressestelle DGS Barbara Ritzert, ProScientia GmbH Andechser Weg 17 82343 Pöcking Tel. 08157/ 93 97 - 0 Fax: 08157/ 93 97 - 97 e-mail: presse@dgschmerztherapie.de |