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Vorschlag der algesiologischen Gesellschaften zu den Inhalten der theoretischen Weiterbildung, die in von der Ärztekammer anerkannten Kursen und Seminaren vermittelt werden:

DGS Aktuell


Theoretische Grundlagen;
Definition und Konzeption des Begriffs Schmerz;
historische Gesichtspunkte; Schmerztheorien;
phänomenologische Aspekte des Schmerzes;
Anatomie und Pathologie des Schmerzes;
Physiologie und Pathophysiologie des Schmerzes;
Schmerzgedächtnis, Neuroplastizität;
Bio-psycho-soziale Aspekte des Schmerzes;
Grundlagen der Verhaltenstherapie;
Gesprächsführung über Schmerzen;
Complianceprobleme;
psychologische Testverfahren;
standardisierte Anamnesebögen;
Tagebücher; Verlaufskontrollen;
Dokumentation;
Algesiologische Definitionen und Standards;
Algesiologische Basisdiagnostik;
schmerztherapeutische Techniken;
Neuraltherapie,
therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesie,
Sympathicusblockaden (cervical, thorakal, lumbal)
Coeliacusblockade,
ganglionäre Opioidanalgesie,
Komplikationen der Blockadetherapie
Diagnostik, Prävention und Behandlung;
transcutane elektrische Nervenstimulation,
Akupunktur, Physikalische Therapie,
invasive anästhesiologische Verfahren,
psychotherapeutische Verfahren;
Grenzen der Schmerztherapie;
Stand der Algesiologie;
aktuelle Situation der schmerztherapeutischen Versorgung;
Diagnostik und Therapie bei muskuloskelettalen Krankheiten;
Operative neurochirur- gische Verfahren;
Denervation;
Chordotomie;
DREZ, Dekompressionen, Neurolysen;
allgemeine operative Verfahren;
Ports und Pumpen;
chirurgische Verfahren zur Schmerztherapie;
Biochemie und Pharmakologie des Schmerzes;
Grundlagen medikamentöser Schmerztherapie;
Prüfung und Beurteilung von Analgetika;
medikamentöse Schmerzbehandlung;
Stufenschema der WHO;
Nichtopioid-Analgetika;
Psychopharmaka in der Schmerztherapie;
medikamentöse Schmerzbehandlung;
Opioid-Analgetika;
Nichtopiate;
Abhängigkeit, Gewöhnung, Sucht;
Entzugsbehandlung;
Prävention des Analgetikamißbrauchs, primäre, sekundäre und tertiäre Prävention;
Organisatorische Grundlagen der Schmerztherapie,
interdisziplinäre Schmerztherapie in Praxis und Klinik,
ambulante, teilstationäre und stationäre Schmerzbehandlung;
wirtschaftliche Grundlagen der Schmerztherapie,
Abrechnung nach den verschiedenen Gebührenordnungen und im Pflegesatz;
Ethische Grundlagen der Schmerztherapie,
Recht auf Schmerzbehandlung, Grenzen der Behandlung;
rechtliche Grundlagen der Schmerztherapie,
Gutachten über Patienten mit Schmerzsyndromen,
Gutachten über Schmerztherapie;
Diagnostik und Behandlung verschiedener Schmerzsyndrome:
Kopf- und Gesichtsschmerz:
Systematik der Kopfschmerzen,
Systematik der Gesichtsschmerzen,
Migräneformen,
Trigeminusneuralgie,
odontognathe Schmerzen,
atypische Gesichtsschmerzen,
Spannungskopfschmerz,
cervicogene Kopf- und Gesichtsschmerzen,
psychogener Kopfschmerz,
medikamenteninduzierter Kopfschmerz,
Kopfschmerz-Mischformen;
Rückenschmerz:
akuter Rückenschmerz,
chronifizierter Rückenschmerz,
chronischer Rückenschmerz,
radikuläre Schmerzen,
pseudoradikuläre Schmerzen,
Triggerpunktsyndrome,
Facettenarthropathie,
Postnukleotomiesyndrom,
nichtinvasive Verfahren bei Rückenschmerzen,
invasive Verfahren bei Rückenschmerzen,
operative Verfahren bei Rückenschmerzen,
Krebsschmerz,
Differenzierung von Tumor- und tumorassoziierten Schmerzen,
verschiedene Formen des Tumorschmerzes,
kausale Behandlungsmöglichkeiten,
Strahlen- und nuklearmedizinische Therapie,
Stufenschema der Pharmakotherapie der WHO,
Palliativ- und Hospiztherapie;
multifaktorielle (komplexe) Schmerzsyndrome:
Poly- und Panalgesie,
primär psychogene Schmerzsyndrome mit somatischen Folgen,
primär somatische Schmerzsyndrome mit psychischen Folgen,
Schmerzpatienten und Gutachtenverfahren;
Nervenschmerz:
Oligo- und Polyneuropathie,
amputationsbedingte Schmerzen,
Deafferenzierungsschmerzen,
zosterbedingte Schmerzen,
sympathisch (mit)unterhaltene Schmerzen,
sympathische Reflexdystrophie,
nichtinvasive Verfahren neuropathischer Schmerzen,
invasive Verfahren neuropathischer Schmerzen,
operative Verfahren neuropathischer Schmerzen;
Zusätzlich sollen weitere Syndrome in zusätzlichen Seminaren bearbeitet werden, z. B.
Ischämischer Schmerz,
viszeraler Schmerz,
zentraler Schmerz,
myofaszialer Schmerz,
depressions- und angstbedingter Schmerz,
Rheumaschmerz
Fibromyalgie.
Es wird auch für erforderlich gehalten, die Besonderheiten der interdisziplinären Schmerzbehandlung verschiedener Altersstufenbesonders zu behandeln, z. B.:
Schmerztherapie bei Kindern,
Schmerztherapie bei alten Menschen.