9. Dezember 2005 Umfrage bei Schmerztherapeuten: Der neue EBM
schadet der Entwicklung der Schmerz- und Palliativmedizin |
Die ersten Schmerzpraxen ziehen
sich aus der Versorgung zurück
(Oberursel) Aufgrund deutlich sinkender Honorare erwarten
Schmerz- und Palliativmediziner ab 2006 überwiegend Nachteile
für ihre berufliche Situation und damit für die
Patientenversorgung. Viele überlegen, sich aus der
Schmerztherapie und Palliativmedizin zurückzuziehen. Dies ergibt
eine aktuelle Umfrage der Deutschen Gesellschaft für
Schmerztherapie, an der sich knapp 200 Schmerztherapeuten und
Palliativmediziner beteiligt haben. Die Deutsche Gesellschaft
für Schmerztherapie fordert darum die Kassenärztliche
Bundesvereinigung zum Handeln auf. |
27. Juli 2005 Deutscher Schmerzpreis 2006 ausgeschrieben |
- Deutscher Förderpreis für
Schmerzforschung und Schmerztherapie -
(Oberursel) Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.,
Trägerin des Deutschen Schmerzpreises, verleiht seit 1986 in
regelmäßiger Folge zusammen mit der Deutschen Schmerzliga e. V.
jährlich den DEUTSCHEN SCHMERZPREIS – Deutscher Förderpreis für
Schmerzforschung und Schmerztherapie. Mit ihm werden
Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich durch wissenschaftliche
Arbeiten über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer
Schmerzzustände verdient gemacht oder die durch ihre Arbeit oder
ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des
Problemkreises Schmerz und den davon betroffenen Patienten
beigetragen haben. |
07. Juli 2005 Schmerztherapieführer 2005 erschienen |
Neue Informationen über die
schmerztherapeutische »Landschaft« der Bundesrepublik.
(Oberursel, Juli 2005) Rund 4000 Anschriften umfasst das aktuelle
Mitgliederverzeichnis der Deutschen Gesellschaft für
Schmerztherapie e.V., der "Schmerztherapieführer Deutschland
2005". Dieses Nachschlagewerk der größten europäischen
Schmerzfachgesellschaft ist ein seit Jahren wichtiges
Standardwerk. |
11. März 2005 Mit dem Leiden
leben |
| Das Anspruchsdenken auf Gesundheit
führt in reichen Ländern dazu, dass Krankheit, Schmerz und Tod
immer weniger akzeptiert werden. „Es scheint bedenklich, dass
immer mehr Sterbende aus psychischen, weniger aber aus rein
medizinischen Gründen ihren Tod verschlafen“, warnt Professor
Lukas Radbruch von der Klinik für Palliativmedizin der RWTH
Universität Aachen auf dem 16. Deutschen Schmerztag in
Frankfurt. |
11. März 2005 Schmerzliga: Patienten dürfen nicht die Verlierer
neuer Leistungsverzeichnisse werden |
| (Frankfurt) Schon heute bekommen
nur etwa 20 Prozent der Schmerzpatienten eine qualifizierte
Versorgung. Dieser geringe Versorgungsgrad wird gegen Null
sinken, wenn die neuen Leistungsverzeichnisse für gesetzlich
Versicherte am 1. April unverändert in Kraft treten, fürchtet
die Deutsche Schmerzliga. Rechtsgutachten im Auftrag der
Patientenorganisation belegen, dass ab diesem Zeitpunkt
Millionen von Patienten keine angemessene Therapie mehr
bekommen. Die Patienten-organisation wartet derzeit auf
Antworten von den Krankenkassen und der Kassenärztliche
Bundesvereinigung auf ihre Fragen, wie die Versorgung ab dem 1.
April sichergestellt werden soll. |
11. März 2005 Die Schmerzhemmung kann zum Schmerzverstärker
werden |
| Wenn Schmerzen chronisch werden,
spielen dabei Störungen der körpereigenen Schmerzhemmung eine
wichtige Rolle. Wie Professor Jürgen Sandkühler von der
Universität Wien auf dem 16. Deutschen Schmerztag in Frankfurt
berichtet, kann eine Signalkaskade, die normalerweise die
Weiterleitung von Schmerzsignalen hemmt, ihrerseits zu einem
Verstärker dieser Weiterleitung werden. Jürgen Sandkühler wird
für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Schmerztag mit
dem Ehrenpreis des Deutschen Schmerzpreises ausgezeichnet. |
11. März
2005 Schmerzferien machen und aktiv werden |
| Eine spezielle Art von
»Aktivurlaub« empfiehlt Professor Walter Zieglgänsberger
Patienten mit chronischen Schmerzen auf dem 16. Deutschen
Schmerztag in Frankfurt. Unter dem Schutz von
Schmerzmedikamenten sollen positive Eigenaktivitäten dazu
führen, das Schmerzgedächtnis zu überschreiben. |
10. März
2005 Wenn ein Punkt die Schmerzen triggert |
| Verhärtete Stellen in der
Muskulatur, so genannte Triggerpunkte, sind eine häufige Ursache
von Schmerzen im Bewegungssystem. Werden die Knötchen nicht
behandelt, spielen sie bei der Entstehung chronischer Schmerzen
eine Rolle und könnten vor allem auch an anderen Stellen des
Bewegungssystems Beschwerden verursachen, erklären
Wissenschaftler auf dem Deutschen Schmerztag. |
10. März 2005 Aller Anfang
ist leicht |
| »Bewegungsmangel ist in unserer
modernen Gesellschaft eine Hauptursache von vielen Krankheiten«,
betonen Experten auf dem 16. Deutschen Schmerztag in Frankfurt.
Darum ist Bewegung ein wichtiges »Medikament« in der
Schmerztherapie. Für Patienten, die wegen operativer Eingriffe
zunächst nicht mobil sind, haben die Experten ebenfalls einen
Tipp: Patienten können auf geistigen »Erinnerungsreisen«
geschmeidige Bewegungen einüben. |
10. März 2005 Wenn
jede Bewegung weh tut |
| In Deutschland leiden etwa zwölf
Millionen Menschen an Schmerzen im Bewegungssystem – etwa drei
Viertel aller Schmerzpatienten. Die Beschwerden haben
verschiedene Ursachen und müssen daher entsprechend
differenziert behandelt werden. Entscheidend wichtig ist eine
gute Schmerztherapie, die den Betroffenen dabei hilft, (wieder)
in Bewegung zu kommen. |
10.
März 2005 Fibromyalgie: Die Chronifizierung durchbrechen |
| Schmerzen am ganzen Körper,
Müdigkeit, Depressionen – ein Bündel von Beschwerden
kennzeichnet die Fibromyalgie. Inzwischen mehren sich die
Hinweise, dass eine Fehlregulation der Schmerzverarbeitung die
Ursache ist. Medikamente, welche die Krankheit heilen, gibt es
noch nicht. Um eine Chronifizierung zu verhindern bzw. zu
durchbrechen, empfehlen Experten auf dem Deutschen Schmerztag
ein multimodales Behandlungs-Programm: psychologische und
physikalische Maßnahmen kombiniert mit einem Bewegungs-,
Ausdauer- und Krafttraining. |
09. März 2005 Wenn jede
Bewegung weh tut |
| Schmerzen im Bewegungssystem, an
denen in Deutschland etwa zwölf Millionen Menschen leiden, sind
ein Fokusthema des Deutschen Schmerztages 2005. Inzwischen
wissen die Experten, dass es mit Krankengymnastik alleine in
solchen Fällen nicht getan ist. Das A und O der Behandlung ist
eine gute Schmerztherapie, die den Betroffenen dabei hilft, in
Bewegung zu kommen. Nur so lässt sich der Teufelskreis aus
Schmerz und Bewegungsmangel durchbrechen. |
09. März 2005
Palliativmedizin im Abseits |
| Auf dem Deutschen Schmerztag 2005
in Frankfurt kritisieren Experten die Regelungen für die
Palliativmedizin in der neuen Gebührenordnung: »Die Vorgaben der
Leistungsverzeichnisse für gesetzlich Versicherte haben nur noch
eine Alibifunktion und sind ein Etikettenschwindel.« |
09. März 2005
Schmerzmedizin: Mit Vollgas zurück |
Der Deutsche Schmerztag 2005 in
Frankfurt – mit über 2000 Teilnehmern der größte Fachkongress
dieser Art in Deutschland – wird in diesem Jahr überschattet von
aktuellen Entwicklungen, die Schmerzmedizinern und Patienten
gleichermaßen große Sorge bereiten: Geschieht nichts, wird es ab
April 2005 für Millionen von Menschen, die unter chronischen
Schmerzen leiden, keine qualifizierte Schmerztherapie mehr
geben.
Am 28. Februar fand bundesweit in zahlreichen Städten ein Aktionstag
in Sachen Schmerzmedizin statt. Schmerzärzte und Patienten
sammelten Unterschriften, gingen sogar auf die Straße und
protestierten gegen die neuen Leistungsverzeichnisse für
gesetzlich Versicherte, den so genannten EBM 2000plus. |
17.
Februar 2005 Versinkt Deutschland am 1. April im Schmerz? |
| Treten im April die neuen
Leistungsverzeichnisse für gesetzlich Versicherte unverändert in
Kraft, wird eine sachgerechte Schmerztherapie und
Palliativmedizin für Kassenpatienten nicht mehr verfügbar sein.
"Die Kassen fordern zwar eine Versorgung auf höchstem Niveau,
sind aber nicht bereit, diese zu finanzieren", kritisiert Dr.
Gerhard Müller-Schwefe, Präsident de Deutschen Gesellschaft für
Schmerztherapie. Darum fordern die Schmerzfachgesellschaften und
Patientenorganisationen entsprechende Korrekturen, damit
Schmerztherapeuten die schwerkranken Patienten mit der
notwendigen Qualität versorgen können. |
17. Februar 2005 Qualitätssicherungstherapie und Einheitlicher
Bewertungsmaßstab (EBM) |
| Die Versorgung von
Schmerzpatienten der Gesetzlichen Krankenversicherung war bisher
in so genannten Schmerztherapie-Vereinbarungen der jeweiligen
Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen geregelt.
Ärztliche Leistungen, die in diesen Vereinbarungen aufgeführt
waren, wurden zusätzlich vergütet. Allerdings hatten nicht alle
Krankenversicherungen bundesweit diese Vereinbarungen getroffen. |
11. Februar 2005 Presse-Einladung EBM Berlin |
| In Deutschland leiden etwa 15
Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, etwa zwei Millionen
haben schwer behandelbare „problematische“ Schmerzzustände.
Diese Patientinnen und Patienten benötigen eine Therapie in
spezialisierten Einrichtungen. Darüber hinaus sterben 70 Prozent
der Bürger in Kliniken oderPflegeheimen, oft allein und unter
Schmerzen. Dabei belegen Studien, dass 75 Prozent der Menschen
zu Hause sterben können, wenn entsprechende palliativ- und
schmerzmedizinische Versorgungssysteme vorhanden sind. |
11. Februar 2005 Presse-Einladung Schmerztag 2005 |
| Eine Vielzahl von Schmerzsyndromen
hat ihren Ursprung in Störungen des Bewegungssystems, in
Gelenken, der Wirbelsäule, in Muskeln und Bändern. Umgekehrt
verursachen auch Schmerzsyndrome – beispielsweise durch
Fehlhaltungen – Veränderungen des Bewegungssystems. Wenn jede
Bewegung schmerzt, reicht das Ursachenspektrum von entzündlichen
und degenerativen Erkrankungen bis zu funktionellen Störungen
und psychischen Ursachen. Entsprechend vielfältig ist das
diagnostische und therapeutische Spektrum. |
21. Januar 2005 Schmerztherapie in Deutschland vor dem AUS! |
| (Wiesbaden) "Die flächendeckende
schmerztherapeutische und palliativmedizinische Versorgung in
Deutschland steht vor dem AUS, wenn die für 1. April 2005
geplanten Veränderungen in der Gebührenordnung für
niedergelassene Ärzte/innen in der jetzt gültigen Form
verabschiedet werden", erklärt Dr. med. Thomas Nolte,
Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie
e.V. und Leiter des Schmerz- und Palliativzentrums Wiesbaden. |
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