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Stationäre schmerztherapeutische Einrichtungen DGS / DGfA |
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Stationäre schmerztherapeutische Einrichtungen DGS/DGfA sind Schmerzpraxen, Schmerzambulanzen, Schmerzabteilungen und Schmerzkliniken, die sich mit Prävention, Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzkrankheiten befassen und folgende Anforderungen erfüllen: |
| Die fachlich verantwortlichen Leiter erfüllen die Qualifikation zum Algesiologen DGS/DGfA, DGSS. Algesiologische Standards werden angewendet. In Schmerzpraxen, Schmerzambulanzen und Schmerzabteilungen an Krankenhäusern werden überwiegend Schmerzpatienten behandelt. |
| Schmerzkliniken und Schmerzabteilungen an Krankenhäusern sind interdisziplinär arbeitende Einrichtungen, die ausschließlich Patienten mit akuten und/oder chronischen Schmerzen stationär behandeln. Sie ermöglichen eine interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung einer großen Breite unterschiedlicher Schmerzerkrankungen mit einem umfassenden und integrierten Konzept. Die Begriffe Schmerzklinik und Schmerzabteilung sollten nicht für Einrichtungen benutzt werden, deren Behandlung auf eine Krankheitsgruppe oder bestimmte Behandlungsmethoden ausgerichtet sind. Hier sollten zum Beispiel Begriffe wie "Migräneklinik" oder "psychosomatische Klinik" gewählt werden. |
| Schmerzklinik | |
| vollzeitig interdisziplinär arbeitende, eigenständige stationäre Einrichtung, die sich ausschließlich und vollzeitig mit Prävention, Diagnostik und Therapie von chronischen Schmerzkrankheiten befasst und unter Leitung eines qualifizierten Algesiologen/Schmerztherapeuten steht. Sie fühlt sich der Schmerzforschung verpflichtet und leistet entsprechend klinisch wissenschaftliche Arbeit. Der fachlich verantwortliche Leiter verfügt über eine anerkannte Ausbildungsberechtigung. | |
| Die Mitarbeiter der Schmerzklinik können sich ausschließlich auf die Behandlung von Schmerzpatienten konzentrieren. Mindestens drei verschiedene klinische Fachgebiete, algesiologisch qualifizierte Psychologen und Physiotherapeuten arbeiten zusammen. | |
| Es müssen mindestens drei unterschiedliche klinische Disziplinen vertreten sein. Ist das Fachgebiet Neurologie und/oder Psychiatrie nicht vertreten, müssen mindestens zwei unterschiedliche ärztliche Berufsgruppen und ein klinischer Psychologe mit algesiologischer Qualifikation vollzeitig tätig sein. | |
| In der Schmerzklinik wird eine große Breite von verschiedenen Schmerzerkrankungen behandelt, entsprechend wird eine Vielzahl von Behandlungsverfahren angeboten. | |
| Es müssen täglich interdisziplinäre Schmerzkonferenzen über klinische Aspekte der Behandlung durchgeführt werden. | |
| 1. | Durchführung von wöchentlichen interdisziplinären Koordinierungskonferenzen zum klinischen Behandlungskonzept |
| 2. | algesiologische Standards in der Diagnostik und der Therapie müssen erfüllt werden |
| 3. | Durchführung von klinischen und konzeptionellen Qualitätssicherungsmaßnahmen und regelmäßigen Verlaufs- und Erfolgskontrollen |
| 4. | konsiliarische Einbeziehung sämtlicher medizinischer
Fachgebiete in das Diagnostik- und Behandlungskonzept. Es wird sowohl eine ambulante, als auch eine stationäre Behandlung, einschließlich prä- und poststationärer Betreuung ermöglicht. Es werden kontinuierlich klinische Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der klinischen Schmerztherapie durchgeführt und publiziert. Es werden sowohl Aus-, Fort- als auch Weiterbildungsaufgaben durchgeführt. |
| Die Schmerzklinik muss räumlich eigenständig untergebracht sein. Die Räumlichkeiten werden ausschließlich zur Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzpatienten genutzt. Die Schmerzklinik führt regelmäßig Qualitätsprogramme durch. Die Behandlungsergebnisse und die Effektivität des Gesamtkonzeptes werden regelmäßig kontrolliert und publiziert. | |
| Die Schmerzklinik muß Teil einer Universität sein oder in enger Kooperation mit einer vergleichbaren Ausbildungs- und Forschungseinrichtung stehen. | |
| Schmerzabteilung an einem Krankenhaus | |
| vollzeitig interdisziplinär arbeitende, eigenständige stationäre Einrichtung in einem allg. Krankenhaus, die sich ausschließlich mit Prävention, Diagnostik und Therapie von chronischen Schmerzkrankheiten befasst und unter Leitung eines qualifizierten Algesiologen/Schmerztherapeuten steht. Fakultativ wird an der Schmerzforschung gearbeitet und klinisch wissenschaftliche Arbeit geleistet. Der fachlich verantwortliche Leiter verfügt über eine anerkannte Ausbildungsberechtigung. | |
| Es müssen mindestens drei unterschiedliche klinische Disziplinen vertreten sein. Ist das Fachgebiet Neurologie und/oder Psychiatrie nicht vertreten, müssen mindestens zwei unterschiedliche ärztliche Berufsgruppen und ein klinischer Psychologe mit algesiologischer Qualifikation vollzeitig tätig sein. | |
| Es müssen täglich interdisziplinäre Schmerzkonferenzen über klinische Aspekte der Behandlung durchgeführt werden und | |
| 1. | Durchführung von wöchentlichen interdisziplinären Koordinierungskonferenzen zum klinischen Behandlungskonzept |
| 2. | algesiologische Standards in der Diagnostik und der Therapie müssen erfüllt werden |
| 3. | Durchführung von klinischen und konzeptionellen Qualitätssicherungsmaßnahmen und regelmäßigen Verlaufs- und Erfolgskontrollen |
| 4. | konsiliarische Einbeziehung sämtlicher medizinischer Fachgebiete in das Diagnostik- und Behandlungskonzept. |
| Die Schmerzabteilung muß über ausreichend Räume verfügen, die eigenständig und ausschließlich für die Behandlung von Schmerzpatienten benutzt werden. | |
| Abteilung mit Schwerpunkt Schmerztherapie | |
| interdisziplinäre, eigenständige stationäre Einrichtung in einem allg. Krankenhaus, die einen Teil ihrer Betten zur Prävention, Diagnostik und Therapie von chronischen Schmerzkrankheiten zur Verfügung stellt. Fakultativ wird an der Schmerzforschung gearbeitet und klinisch wissenschaftliche Arbeit geleistet. Die fachliche Verantwortung obliegt einem Algesiologen/Schmerztherapeuten. | |
| 1. | Durchführung von wöchentlichen interdisziplinären Koordinierungskonferenzen zum klinischen Behandlungskonzept |
| 2. | algesiologische Standards in der Diagnostik und der Therapie müssen erfüllt werden |
| 3. | Durchführung von klinischen und konzeptionellen Qualitätssicherungsmaßnahmen und regelmäßigen Verlaufs- und Erfolgskontrollen |
| 4. | konsiliarische Einbeziehung sämtlicher medizinischer Fachgebiete in das Diagnostik- und Behandlungskonzept. |
| andere klinisch-schmerztherapeutische Einrichtung | |
| interdisziplinäre, eigenständige stationäre Einrichtung, die einen Teil ihrer Betten zur stationären Behandlung spezieller schmerztherapeutischer Erkrankungen oder besonderer methodischer Verfahren zur Verfügung stellt. Fakultativ wird an der Schmerzforschung gearbeitet und klinisch wissenschaftliche Arbeit geleistet. Die fachliche Verantwortung obliegt einem Algesiologen/Schmerztherapeuten. | |
| 1. | Durchführung von wöchentlichen interdisziplinären Koordinierungskonferenzen zum klinischen Behandlungskonzept |
| 2. | algesiologische Standards in der Diagnostik und der Therapie müssen erfüllt werden |
| 3. | Durchführung von klinischen und konzeptionellen Qualitätssicherungsmaßnahmen und regelmäßigen Verlaufs- und Erfolgskontrollen |
| 4. | konsiliarische Einbeziehung sämtlicher medizinischer Fachgebiete in das Diagnostik- und Behandlungskonzept. |