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Migränetherapie lohnt sich

ach wie vor wird die Migräne zu wenig diagnostiziert und bleibt daher auch oft unbehandelt. Werden die drei Therapiesäulen: Das Vermeiden der Triggerfaktoren, die akute Anfallsmedikation und die medikamentöse Prophylaxe dagegen konsequent eingesetzt, lassen sich diese Kopfschmerzen bei nahezu allen Patienten gut behandeln, betont J. D. BARTLESON. Das Vermeiden von Triggerfaktoren wie z.B. Fasten, Alkohol, Kontrazeptiva, Hormonersatztherapie, Koffein, Stress, Schlafentzug, Kopftraumen, Lärm, Flimmerlicht, Rauchen, bestimmte Nahrungsmittel (wie Käse und Schokolade, Zitrusfrüchte etc.) ist zwar hilfreich, löst aber selten alle Probleme.

Einfache Analgetika (ASS, Ibuprofen, Naproxen) in Kombination mit einem Antiemetikum vorher können bei leichten bis mittelschweren Attacken oder auch die selektiven 5-HT1-Agonisten (wie Sumatriptan) bei schweren Attacken die Beschwerden kupieren.

Eine medikamentöse Prophylaxe mit Substanzen wie Betablocker, Kalziumkanalblocker, trizyklische Anti-
depressiva oder Antikonvulsiva ist dann zu diskutieren, wenn der Migräniker mehr als zwei bis drei Attacken pro Monat (Empfehlung der IHS) hat, die symptomatische Therapie ineffektiv ist, eine Medikation mehr als zweimal wöchentlich erforderlich ist, oder besonders bedrohliche Migräneattacken verhindert werden müssen, wie z. B. eine hemiplegische Migräne.


J. D. BARTLESON: Treatment of Migraine Headaches. Mayo Clin. Proc. 1999, 74, 702-708

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