| Gesundheitspolitik |
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Patientenrechnung statt EinzelverträgeDie Zerschlagung der Kassenärztlichen Gesellschaftigungen würde die Fachärzte zu einer Unzahl von Einzelverträgen zwingen.Statt der Abschaffung des Vertragsmonopols der KV fordert Dr. med. Winfried Hoerster, DGS-Leiter Gießen, die Einführung der Patientenrechnung, die viel einfacher und unbürokratischer mehr Transparenz im Abrechnungssystem schaffen würde. |
| Winfried Hoerster, Gießen. |
| Sündenbock KV |
| Diese vornehmlich von Krankenkassenfunktionären und Sozialpolitikern heimlich oder auch unverhohlen zum Ausdruck gebrachten Unterstellungen, alle Ärzte seien Betrüger und das Abrechnungssystem würde diese mafiösen Machenschaften nur begünstigen, sollen die Begründung zur Zerschlagung der Kassenärztlichen Gesellschaftigungen darstellen. Die Fachärzte sollen dann Einzelverträge mit den in Frage kommenden Krankenkassen abschließen, das sind ca. 300 Einzelverträge. Wer sich dieser Knebelung entziehen will, muss als angestellter Arzt im Krankenhaus seinen Beruf ausüben. |
| Dabei gibt es seit geraumer Zeit einen vielerorts immer wieder erhobenen Vorschlag, mehr Transparenz ins Abrechnungswesen zu bringen: Viel einfacher, viel unkomplizierter und völlig frei von bürokratischer Überfrachtung. Mit einer grundlegenden Änderung im Abrechnungswesen könnten alle zur Zeit nicht lösbaren Probleme: Abrechnungsbetrug, überflüssige Leistungserbringung, überbordende Verwaltung und Verkrustung durch Organisationen der Krankenkassen, der Ärztevertretung, gemeinsamer Ausschüsse und zahlreicher weiterer sozialökonomischer Strukturen mit einer Vielzahl hoch dotierter Verwaltungsfachleute, mit einem Schlag beseitigt werden. |
| Patientenrechnung |
| Mit diesem sehr einfachen, sehr überschaubaren und damit transparenten Abrechnungssystem können auch alle Vorstellungen der Gesundheitssoziologen erfüllt und eine erhebliche Ersparnis zweckentfremdender, verschwendeter Kassenbeiträge erzielt werden. Der einzige Weg zum gerechten Wettbewerb ist der Wunsch des Patienten nach einer ärztlichen Leistung auf der einen Seite und die Rechnung für diese Leistung auf der anderen Seite. Die guten Ärzte mit entsprechender Qualifikation haben hohen Zulauf und können im Zusammenwirken mit dem behandlungsbedürftigen und behandlungswilligen Patienten frei entscheiden, was sie im Einzelfall für ihren Patienten tun können und sollen. Die Patienten haben die freie Entscheidung, wie sie ihre finanzielle Situation lösen wollen, welche Krankenkasse oder andere Versicherungsorganisation sie zur Finanzierung ihrer Behandlungskosten auswählen. |
| Alle anderen bisher vorgestellten Modelle münden letztlich in Abhängigkeit, als angestellter Arzt im Krankenhaus oder der Krankenkassen seinen Beruf ausüben zu müssen. Wer glaubt denn wirklich, mit dieser völlig neuen verbürokratisierten Tätigkeit der Fachärzte könnte eine bessere und preiswertere fachärztliche Versorgung der Patienten sichergestellt werden? Wir nicht! |
| WINFRIED HOERSTER, Gießen |