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Moderne Triptane höchstens dreimal pro Woche?

erden Triptane zu oft eingenommen, kann dies die Migränefrequenz erhöhen und chronische tägliche Kopfschmerzen verursachen. Dieses Problem, das bereits unter Sumatriptan bekannt ist, haben auch die Vertreter der zweiten Generation wie Zolmitriptan oder Naratriptan mit ihrer besseren oralen Bioverfügbarkeit und der längeren Halbwertszeit nicht gelöst, warnen VOLKER LIMM-ROTH et al. Sie schildern in ihrem Beitrag elf Patienten, die nach einer mehr als halbjährigen Behandlung unter Zolmitriptan oder Naratriptan chronische tägliche Kopfschmerzen (vier Patienten), einen täglichen migräneartigen Kopfschmerz (drei Patienten) oder eine Zunahme der Attackenhäufigkeit (vier Fälle) entwickelten.
Bei den meisten dieser Patienten wurde die Triptantherapie daher stationär beendet, und nach dem Absetzen kam es zu einem deutlichen Rückgang der Beschwerden: Die Anfallshäufigkeit nahm wieder ab, und der chronische Kopfschmerz löste sich. Einen triptaninduzierten Kopfschmerz können, so warnen die deutschen Kopfschmerzspezialisten, bereits weit geringere Dosierungen auslösen, als bisher vermutet wurde: So hatten vier dieser Patienten nur 7,5 bis 10 mg Zolmitriptan oder 10 bis 12 mg Naratriptan pro Woche eingenommen, so daß die kritische Dosis bei anfälligen Patienten bereits unter 7,5 mg liegt, also mit drei Tabletten pro Woche überschritten werden kann.
Patienten malen ihre Migräne
Bei den modernen Triptanen können darüber hinaus aufgrund der höheren Rezeptoraffinität medikamenteninduzierte Kopfschmerzen auch schon schneller entstehen als unter Sumatriptan. Ein erstes Warnsignal für derartige Phänomene stellen häufiger werdende Attacken dar. Insgesamt haben die Triptane der zweiten Generation die Migränetherapie zwar bereichert, aber aufgrund der verbesserten pharmakologischen Eigenschaften können auch die medikamenteninduzierten Kopfschmerzen schon schneller und bei geringeren Dosen entstehen.
VOLKER LIMM-ROTH et al : Headache after frequent use of serotonin agonists zolmitriptan and naratriptan. Lancet 353, 378, 1999.


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