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TLA - wie lässt sich Ropivacain einsetzen?

Ropivacain eignet sich als Lokalanästhetikum besonders für die therapeutische Lokalanästhesie. In welcher Dosierung und welchen Höchstmengen sich diese Substanz lokal applizieren lässt und welche Risiken zu beachten sind, beschreibt Dr. med. Winfried Hörster, Gießen

Dr. I.K.: Bisher habe ich bei der Neuraltherapie und TLA Lidocain eingesetzt. Doch nach Ihren Empfehlungen (DGS 3/01, S. 15) würde ich jetzt auch auf Ropivacain in der Neural- und Schmerztherapie umsteigen. Könnten Sie mir mitteilen, in welchen Dosierungen Sie diese Substanz einsetzen? Was habe ich beim Umsteigen zu erwarten, da ich bisher, wie gesagt, nur mit dem Lidocain vertraut bin?


Winfried Hoerster,
Gießen.

Dr. med. WINFRIED HOERSTER, Leiter der DGS Gießen: Bei der therapeutischen Lokalanästhesie (TLA) setze ich zur Infiltration von Triggerpunkten 0,5-2 Milliliter Ropivacain 2 mg/ml (= 0,2%ige Lösung) ein - in Abhängigkeit von der Lage und der Größe des Triggerpunktes, sowie Umfang und Volumen des jeweiligen Muskels. Bei Triggerpunkten an Sehnenansätzen, Gelenkkapseln und in Bändern benötigt man 0,5 bis 1 Milliliter Lösung.
Wenn eine Gesamtdosis von 15 Millilitern Ropivacain 2mg/ml bei der therapeutischen Lokalanästhesie nicht überschritten wird, sind bei Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere der Aspiration in zwei bis drei Ebenen, keine Nebenwirkungen zu erwarten. Bei Missachtung der Sorgfaltsregeln kann durch intravenöse Inkjektion von 1 Milliliter Ropivacain 2 mg/ml ein kurzfristiger zerebraler Krampfanfall ausgelöst werden.
Eine höhere Konzentration von Ropivacain als 2 mg/ml ist zur Infiltration von Triggerpunkten nicht erforderlich. Die inzwischen dazu vorliegenden Studien zeigten auch keine bessere Wirkung.
WINFRIED HOERSTER, Gießen,

schmerzambulanz.hoerster@t-online.de

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